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Das Energiekonzept

Heidelberg-Bahnstadt: zukunftsweisend in Sachen Klimaschutz

Heidelberg ist seit Jahren stark im Klimaschutz engagiert. Als eines der größten Passivhaus-Areale weltweit hat nun auch die neu entstehende Bahnstadt eine Vorreiterrolle in punkto ökologischer Verantwortung. So gilt die Passivhaus-Bauweise als Standard für den gesamten Stadtteil, ein bislang einzigartiges Vorhaben, nicht nur in Deutschland.

Mit der Bahnstadt hat die Stadt Heidelberg ein in vielerlei Hinsicht herausragendes Klimaschutzprojekt auf den Weg gebracht, das in Fachkreisen weltweit Beachtung findet. Das Konzept wurde schon mehrfach auf internationalen Klimaschutzkonferenzen vorgestellt, etwa bei der Rio+20 Konferenz oder den Treffen der C 40 – der 40 größten Städte der Welt. Fachpublikum wie Stadtplaner aus allen wachsenden Regionen wie Asien und Südamerika, aber auch Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft, Bürgerinnen und Bürger oder Touristengruppen besuchen die Bahnstadt, um sich über die umweltgerechte Stadtentwicklung zu informieren. Das Energiekonzept setzt sich aus folgenden Bausteinen zusammen:

Effizienter Baustandard

Passivhäuser machen sich gleich mehrfach bezahlt. Zukunftsweisende Baukonzepte und energieoptimierte Technologien sparen Energie, erhöhen den Wohnkomfort und sichern den Werterhalt der Gebäude auf lange Sicht. Die Bewohnerinnen und Bewohner profitieren von deutlich niedrigerem Energieverbrauch und sind langfristig unabhängiger von der Entwicklung der Energiepreise. Gleichzeitig leisten sie damit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Optimierte Energieversorgung

Um den verbleibenden Energiebedarf so ökologisch und wirtschaftlich wie möglich zu decken, erfolgt die Wärmeversorgung der Bahnstadt über einen Anschluss an die Fernwärme der Stadtwerke Heidelberg. Mittels Fernwärme-Mininetzen je Baufeld werden die Netztemperatur niedrig gehalten, Leitungsverluste minimiert und die Anschlussleistung gegenüber einer klassischen Einzelanbindung jedes Gebäudes deutlich reduziert.

Energieerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen

Die Fernwärme wird heute schon zu über 90 Prozent Kraft-Wärme-gekoppelt erzeugt. Daneben wird der Einsatz thermischer Solaranlagen für die Warmwasserbereitung unterstützt. Darüber hinaus baute die Stadt Heidelberg gemeinsam mit den Stadtwerken Heidelberg 2013 ein Holz-Heizkraftwerk. Dieses Kraftwerk produziert künftig so viel Energie aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz, dass damit die gesamte Bahnstadt mit Wärme und Strom versorgt wird. Die Bahnstadt wird somit bilanziell zu einem der größten Null-Emissions-Stadtteile in Europa ...

Stromsparkonzept

Für alle Gebäudenutzerinnen und -nutzer ist neben der Gebäudeeffizienz die Stromeffizienz entscheidend. Die Ausstattung mit effizienten Geräten senkt nicht nur den Anteil des Stromverbrauchs an der Gesamtbilanz des Gebäudes und spart dadurch Geld. Sie leistet zudem einen wichtigen Beitrag zum sommerlichen Wärmeschutz, indem interne Wärmequellen reduziert werden.

 

Kommunikationsstrategie und Qualitätssicherung

Für Bauherren und Bauträger hat die Stadt Heidelberg ein qualitätssicherndes Energieberatungskonzept entwickelt. Information, Motivation und Qualitätssicherung spielen dabei eine zentrale Rolle. Frühzeitige Gespräche mit Investoren, Architekten und Fachplanern, in denen das Energiekonzept und die Passivhaus-Anforderungen erläutert werden, finden beispielsweise vor dem Verkauf der Baugrundstücke statt. Damit können die hohen Anforderungen an den energetischen Standard „Passivhaus“ eingehalten werden.

Hilfestellung erhalten die Investoren auch bei Fragen hinsichtlich möglicher Förderprogramme für energieeffizientes Bauen.

Die Stadt Heidelberg hat dieses nachhaltige Energiekonzept mit dem Entwicklungsträger des größten Anteils der Bahnstadt, der Entwicklungsgesellschaft Heidelberg (EGH), erarbeitet. 

 

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